Wieso eigentlich?
Hallo! Schön, dass du hier bist. Ich bin Martin und habe dieses Projekt gestartet, weil ich selbst Deutsch lernen wollte. Bevor du mir ein „Procrastinator of the Year“-T-Shirt schickst, lass mich kurz erklären, wie es dazu kam.
Das letzte Mal, als ich eine Sprache lernen musste, war ich noch in der Schule, wo jede Woche ein paar Stunden Französisch auf dem Stundenplan standen. Ich habe es damals nicht besonders ernst genommen, und das Ergebnis war ehrlich gesagt entsprechend. Für viele bleibt eine Fremdsprache ein Hobby, jedoch wird sie später für manche zu einer Notwendigkeit, weil davon abhängt, wie es im Beruf und im Leben weitergeht. Nur ist man ja nicht mehr in der Schule, und die Herausforderungen dabei sind ganz andere als damals.
Die erste ist die Zeit, denn neben Arbeit, Studium, Familie und allem anderen bleibt wenig davon übrig und die festen Kurszeiten lassen sich schlecht mit dem Alltag vereinbaren. Dazu kommt, dass man meistens nicht allein unterrichtet wird, sondern in einer Gruppe, in der alle ein anderes Tempo haben und sich die Zeit und Aufmerksamkeit des Lehrers teilen müssen. Dabei muss man sich jeden Tag mit einer Sprache beschäftigen, um sie zu lernen.
Die zweite ist ein guter Lehrer, denn selbst wenn man die Zeit zum Lernen findet, kommt man allein nicht weit. Lesen und hören kann man zwar allein, aber das reicht kaum aus. Dazu braucht man jemanden, mit dem man sprechen kann, der geduldig zuhört, korrigiert und Mut macht. Ein guter Lehrer merkt außerdem, welche Fehler sich wiederholen und woher sie kommen, und weiß deshalb, woran man als Nächstes arbeiten sollte. Solche Lehrer sind allerdings selten, denn nicht jeder, der eine Sprache spricht, kann sie auch unterrichten.
Die dritte ist das Geld, denn eine Sprache lernt man nicht in ein paar Wochen, sondern über Monate und Jahre, und schneller geht es beim besten Willen nicht. Selbst wenn man einen guten Lehrer findet, der sogar um sechs Uhr morgens Zeit hat, können ihn sich die wenigsten so lange leisten.
Eine eigene Lernplattform zu bauen, war also nicht gerade mein erster Gedanke. Allerdings habe ich schließlich angefangen, genau das zu bauen, was ich selbst brauchte. Daraus wird Stück für Stück Bonnie, eine persönliche KI-Tutorin für Deutsch, die auch um sechs Uhr morgens oder in der Mittagspause Zeit hat. Sie hört dir geduldig zu, korrigiert dich und weiß, woran du als Nächstes arbeiten solltest, und du kannst sie dir so lange leisten, wie du sie brauchst. Mit ihr übst du alles, vom Lesen und Hören bis zum Sprechen und Schreiben, und zwar an Texten und Audiodateien, die dich wirklich interessieren.
Aber genug gelesen! Deine neue Lehrerin wartet schon auf dich und deine erste Audiodatei liegt für dich bereit. Also, mach mit und schließ dich jetzt der WieGesagt-Community an!
WieGesagt ist jung, und was als Nächstes gebaut wird, hängt auch davon ab, was gewünscht wird. Wenn dir etwas fehlt, sag Bescheid, die Chancen stehen gut, dass es auch anderen fehlt.
Viel Spaß beim Deutschlernen und bis bald, Martin